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Mäuse im Haus: erkennen, fangen und dauerhaft fernhalten

Nächtliches Rascheln in der Wand, angenagte Packungen in der Speisekammer, kleine dunkle Kotkrümel an der Fußleiste: Wenn es draußen kalt wird, ziehen Hausmäuse gern ein. Je früher gehandelt wird, desto einfacher ist es.

· 3 Min. Lesezeit · Redaktion Der Vertreiber

Hausmaus schaut aus einem Spalt neben einer HolzfußleisteKI-generiertes Bild

Woran ist eine Hausmaus zu erkennen?

Die Hausmaus hat meist ein schiefergraues Fell, kann aber farblich abweichen. Kopf und Rumpf messen sechs bis zwölf Zentimeter, der Schwanz ist ebenso lang, das Gewicht liegt zwischen 10 und 30 Gramm. So beschreibt es das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES).

Hausmäuse sind überwiegend nachtaktiv, ortstreu und bewegen sich stets dicht an Wänden entlang. Typische Befallsorte sind Wohnbereiche, Speicher und Lagerräume mit Lebens- oder Futtermitteln.

Warum kommen Mäuse im Herbst ins Haus?

Je nach Region leben Hausmäuse ganzjährig oder nur in den kalten Monaten in menschlichen Behausungen. Mit sinkenden Temperaturen werden Gebäude mit Wärme und Vorräten besonders attraktiv.

Dazu kommt die rasche Vermehrung: Die Tragezeit beträgt etwa 21 Tage, ein Weibchen kann bis zu zehn Würfe pro Jahr mit sechs bis 13 Jungtieren haben. Aus wenigen Tieren wird so schnell eine Familie.

Welche Risiken bringt ein Mäusebefall?

Mäuse legen ihre Nester gern direkt an Nahrungs- und Futtermitteln an und verunreinigen diese durch Kot und Urin. Über Ausscheidungen und Kontakt können laut LAVES Krankheitserreger wie Leptospiren oder Hantaviren übertragen werden.

Hinzu kommen Nageschäden an Verschalungen, Elektrokabeln und Kommunikationsleitungen. Ein Befall sollte daher nicht ausgesessen werden.

Wie wird nach Mäusen sicher geputzt?

Bei der Reinigung befallener Räume empfiehlt das LAVES, gut zu lüften und möglichst wenig Staub aufzuwirbeln. Flächen werden deshalb besser feucht gewischt als gefegt oder trocken gesaugt.

  • Handschuhe tragen, bei stärkerem Befall auch eine FFP2-Maske.
  • Kot und Nistmaterial anfeuchten, dann mit Tüchern aufnehmen.
  • Angefressene Vorräte vollständig entsorgen.

Wie werden Mausefallen richtig aufgestellt?

Für einzelne Tiere im Innenbereich sind Fallen laut Umweltbundesamt grundsätzlich dem Einsatz von Giften vorzuziehen. Entscheidend ist der Standort: Fallen gehören auf die Laufwege, also an Wände und unter Möbel oder Regale.

Als Köder eignen sich Erdnussbutter oder Nougatcreme, aber auch Käse oder Speck. Fallen müssen mindestens täglich, idealerweise alle zwölf Stunden kontrolliert werden. Damit Kinder und Haustiere sich nicht verletzen, bieten sich Schutzstationen an.

Das LAVES weist darauf hin, dass Schlagfallen – ebenso wie Giftköder – grundsätzlich in einer Köderschutzbox ausgelegt werden müssen. Ausgenommen sind nur fest verschlossene Räume, zu denen Unbefugte keinen Zugang haben.

Helfen Duftstoffe oder Ultraschallgeräte?

Ätherische Öle, Essig oder Hochfrequenzgeräte werden oft empfohlen. Nach Einschätzung von Fachleuten, die der NDR zitiert, gewöhnen sich Mäuse jedoch schnell an Geruch und Geräusch. Haustiere wie Hunde und Katzen können unter den Geräten dagegen leiden.

Solche Mittel ersetzen deshalb weder das Abdichten noch Fallen. Sie lassen sich höchstens ergänzend einsetzen.

Wann ist ein Schädlingsbekämpfer sinnvoll?

Bei einem starken Befall – viel Kot an mehreren Stellen, Spuren in verschiedenen Räumen – stößt die Selbsthilfe an Grenzen. Das LAVES empfiehlt, die Bekämpfung von Hausmäusen in diesem Fall einem ausgebildeten und geprüften Schädlingsbekämpfer zu überlassen.

Fachleute kombinieren Köder in geschützten Stationen mit baulichen Anpassungen. Gifte sind laut Umweltbundesamt immer das letzte Mittel und auf das notwendige Mindestmaß zu beschränken.

Wie lassen sich Mäuse dauerhaft fernhalten?

Fernhalten hat laut LAVES oberste Priorität. Dazu gehören drei Bausteine:

  1. Abdichten: Schlupflöcher, Kellerfenster und undichte Türen verschließen.
  2. Nahrung entziehen: Vorräte in festen Behältern lagern, Futterstellen für Vögel und Essensreste auf dem Kompost vermeiden.
  3. Rückzugsorte beseitigen: Gerümpel und Nistmöglichkeiten am und im Haus reduzieren, Müllplätze mäusesicher gestalten.

Häufige Fragen

Woran ist ein Mäusebefall zu erkennen?

An Kotkrümeln entlang von Wänden, angenagten Verpackungen, Nageschäden und nächtlichen Geräuschen. Hausmäuse bewegen sich stets dicht an Wänden.

Wo werden Mausefallen am besten aufgestellt?

Auf den Laufwegen an Wänden sowie unter Möbeln und Regalen. Erdnussbutter oder Nougatcreme eignen sich gut als Köder.

Wie oft müssen Mausefallen kontrolliert werden?

Laut Umweltbundesamt mindestens täglich, idealerweise alle zwölf Stunden.

Vertreiben Ultraschallgeräte Mäuse?

Fachleute halten sie für wenig wirksam, weil sich Mäuse schnell an das Geräusch gewöhnen. Hunde und Katzen können darunter leiden.

Wie lassen sich Mäuse dauerhaft fernhalten?

Durch Abdichten von Schlupflöchern, Kellerfenstern und Türen, das Wegschließen von Vorräten und das Beseitigen von Rückzugsorten.

Quellen

  1. LAVES Niedersachsen: Die Hausmaus
  2. LAVES Niedersachsen: Tierschutzgerechte Schadnagerbekämpfung
  3. Umweltbundesamt: Worauf muss man beim Einsatz von Fallen zur Nagetierbekämpfung achten?
  4. Umweltbundesamt: Biozidfreie Möglichkeiten der Nagetierbekämpfung
  5. NDR Ratgeber: Mäuse im Haus – wie lassen sich die Tiere vertreiben?

Stand der Angaben: 16. Oktober 2026. Empfehlungen können sich ändern; maßgeblich sind die verlinkten Fachstellen.

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