Stare vertreiben – Gar nicht so kompliziert
Anders als beispielsweise Krähen oder Elstern die man, zumindest in der Vogelwelt, als ziemlich abgebrühte Vertreter bezeichnen kann – gehören die Stare zu den eher schreckhafteren Vogelarten. Diese Eigenschaft ist ziemlich positiv zu bewerten. Insbesondere wenn es darum geht Stare aus Kirschbäumen oder von Beerensträuchern zu vertreiben. Denn die Singvögel sind echte Feinschmecker und haben eine besondere Vorliebe für reifes Obst.
Möchten Sie Stare aus Ihrem Garten oder von Ihrem Grundstück vertreiben, dann sollten sie sich im Klaren darüber sein das auch die Vögel, wie alle anderen auch, durch das Bundesnaturschutzgesetz vor der Tötung und Verletzung geschützt sind.
Sympathisch naive Vertreter
Raben, krähen und Elstern – Ihnen allen mag man arglistiges Verhalten unterstellen. Ein Wesenszug den Stare sicherlich nicht haben. Stare haben durchaus viele Talente. Zu diesen gehört zum Beispiel das sie Geräusche imitieren und diese in ihren Gesang einbauen können. Doch was die Lern- und Anpassungsfähigkeit betrifft, so sind Stare eher einfach gestrickt. Anders als beispielsweise Krähen und Raben, die ihre Umwelt sehr genau beobachten und Dinge in gefährlich oder ungefährlich einsortieren, sind Stare dazu nicht in der Lage.
Wirksame Maßnahmen, um Stare zu vertreiben
Vielleicht rechnen Sie damit, dass es wahnsinnig kompliziert sein muss die Stare aus Ihrem Garten oder von Ihrem Grundstück zu vertreiben. Doch dem ist gar nicht so. Die meisten Methoden sind sogar ziemlich simpel und weit davon entfernt ein großes Loch in die Haushaltskasse zu reißen.
Das heißt Sie können entspannt weiterlesen und im Anschluss überlegen, welche Methoden für Sie geeignet sind. Manche Maßnahmen können auch sofort umgesetzt werden, da die benötigten Mittel häufig schon in jedem Haushalt zu finden sind.
Unerwartete Geräusche
Wenn es in Ihrem Garten plötzlich knistert, schallt und klappert, dann können Sie davon ausgehen das jeder Star das Weite suchen wird. Diese Vögel sind nämlich keine Fans von unerwarteten Geräuschen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie nun auf Windräder setzen, die bei jeder Bewegung zischen oder doch vielleicht lieber die aussortierten Backbleche zum Einsatz bringen die ein stetes Klappern verursachen.
Das Vortäuschen von Feinden
Niemand nähert sich gerne und dann auch noch freiwillig seinen Feinden. Stare bilden da keine Ausnahme. Das heißt Sie können sich dies zunutze machen und Ihren Garten mit einem oder mehreren Raben aus Kunststoff präparieren. Denn Raben mögen Stare überhaupt nicht. Allerdings sind sie, im Gegensatz zu anderen Vogelarten nicht so wählerisch, daher zeigen hier auch andere Vogelattrappen eine Wirkung.
Lichtreflexe und Co
Wie viele andere Vogelarten auch, mögen Stare ebenfalls keine „Lichtspiele“. Das heißt die ausgemusterten CDs kommen jetzt zu einem neuen Nutzen. Wenn Sie keine CDs im Haus haben, dann können Sie ersatzweise auch Alufolie oder anderes silbriges Papier verwenden. Im Handel gibt es mittlerweile auch spezielle Artikel, die auf Reflexion setzen und mit denen somit Stare und andere Vögel vertrieben werden können.
Ultraschall einsetzen
Eine weitere Möglichkeit ist das Aussenden von Ultraschallsignalen. Hierfür gibt es online und im Handel vor Ort spezielle Angebote. Allerdings sind die meist recht kostenintensiv. Außerdem sollten Sie in diesem Zusammenhang wissen, dass die ausgesendeten Signale auch von den eigenen Haustieren also beispielsweise Katzen oder Hunde als sehr unangenehm empfunden werden. Daher sind diese Geräte gerade für Tierhalter vermutlich nicht die beste Wahl.
Vogelnetze spannen
Sind Sie auf der Suche nach einer besonders effektiven Maßnahme, um sich vor den gefräßigen Staren zu schützen dann sind Vogelnetze eine gute Wahl. Allerdings sollten Sie besonders darauf achten, dass sich weder Vögel noch andere Tiere an den netzen verletzen können. Aus diesem Grund darf das Netz unter keinen Umständen all zu grobmaschig ausfallen. Empfohlen wird, dass die Maschenweite die Grenze von 30 Millimetern nicht überschreitet. Denn je gröber die Maschen des Netzes sind, umso größer ist auch die Gefahr das sich Vögel oder andere Tiere in den Maschen verfangen und elendig darin verenden.
Neben der Maschengröße sollten Sie außerdem auf die Qualität des Netzes achten. Hier lohnt es sich in jedem Fall ein bisschen mehr Geld zu investieren. Denn sehr günstige Modelle weisen meist schon nach wenigen Tagen die ersten Löcher auf. Somit ist der Schutz nur sehr eingeschränkt gegeben. Außerdem wenn ein Vogel schon die Möglichkeit hat, dass Netz durchdringen zu können wird es wohl kaum einem ganzen Schwarm von Vögeln standhalten. Netze mit höherer Qualität erscheinen auf den ersten Blick vielleicht etwas teurer, sind aber langfristig gesehen die günstigere Alternative.


