speckkäfer bekämpfen

Die große Familie der Speckkäfer umfasst etwa 1000 verschiedene Arten. Von diesen kommen etwa 68 Arten hierzulande vor. Am häufigsten vertreten ist der gemeine Speckkäfer mit seinen Unterarten dem Teppichkäfer sowie dem Pelzkäfer.

In der Natur ist der Speckkäfer durchaus nützlich, zählt er doch zum Aufräumkommando. Denn als Aasfresserstellt der Speckkäfer quasi einen Teil der natürlichen Müllabfuhr dar. In der Wohnung oder im Haus kann sich der Speckkäfer allerdings zu einer regelrechten Plage entpuppen. Denn die Tiere befallen nicht nur Lebensmittel, sondern außerdem auch Kleidung. Pelze und Heimtextilien.

Erkennen lässt sich der Speckkäfer leicht anhand seiner Flügel, die eine schwarz braune Färbung aufweisen. Speckkäfer werden bis zu 10 Millimeter groß. Die ausgewachsenen Tiere richten weder an Lebensmittel noch an Kleidung oder anderen Textilien einen Schaden an. Wie Sie es schon von Kleidermotten und Lebensmittelmotten kennen, sind es auch beim Speckkäfer die Larven, die den Schaden anrichten.

Wie können Sie einen Befall mit Speckkäfern verhindern?

Häufig wird ein Befall von Speckkäfern oder Schaben mit mangelnder Sauberkeit in Verbindung gebracht. Doch das muss nicht zwangsläufig der Fall sein. Dennoch muss man sagen, dass ein aufgeräumter Vorratsschrank durchaus wenig attraktiv für das gefräßige Insekt ist. Was können Sie also tun, damit die Chancen für einen Befall mit Speckkäfern möglichst gering ausfallen?

Folgende Tipps sollten Sie beherzigen, um einen Befall zu verhindern:

  • Beschädigte Verpackungen von Lebensmitteln entsorgen
  • Verschüttete Lebensmittel sofort aufwischen und gegebenenfalls entsorgen
  • Nach dem Einkauf die Lebensmittel in luftdichte Behälter umfüllen
  • Alle Lebensmittel bei Temperaturen unter 18 Grad lagern
  • In regelmäßigen Abständen Staub wischen, Staubsaugen und Teppiche ausklopfen. Denn so beseitigen Sie zuverlässig Krümel, Haut- und Haarschuppen.

Doch woran erkennen Sie eigentlich, dass es sich Speckkäfer in Ihren 4 Wänden gemütlich gemacht haben? Der befall lässt sich deutlich an den Fraßlöchern an Lebensmitteln und Textilien aus tierischen Fasern und Leder erkennen. Ebenfalls ein sicherer Hinweis, dass es sich um einen Befall mit Speckkäfern handelt, sind die länglichen Kotspuren, die von den Larven hinterlassen werden. Weitere Anzeichen, die für einen Speckkäfer-Befall sprechen sind Löcher in Büchern und Holzbrettern sowie verstreute Puppenhüllen.

Speckkäfer bekämpfen – Mit diesen Methoden kann es gelingen

Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Befall mit Speckkäfern gekommen sein, dann gibt es verschiedene Methoden, um die Käfer zu bekämpfen.

 Mit Pheromonfallen Speckkäfer bekämpfen

Die Larven halten sich am liebsten dort auf wo es warm und dunkel ist. Aus diesem Grund können Sie diese nur schwer entdecken. Vermuten Sie, dass in Ihrer Wohnung ein Befall von Speckkäfern vorliegt, dann können Sie sich mithilfe von Pheromonfallen vergewissern.

Bei Pheromonfallen handelt es sich um Klebefallen, die mit Sexuallockstoffen beduftet werden. Die fallen ziehen erwachsene Speckkäfer an. Anhand der Anzahl der gefangenen Tiere können Sie sich ein ungefähres Bild vom Ausmaß des Befalls machen.

Allerdings müssen wir sagen, dass Pheromonfallen allein nicht ausreichen, um Speckkäfer wirklich effizient zu vertreiben.

Natürliche Methoden, um Speckkäfer wieder loszuwerden

Möchten Sie mit natürlichen Mitteln die Speckkäfer bekämpfen, dann müssen Sie zuerst einmal das Nest beziehungsweise die Nester ausfindig machen. Haben Sie die Nester gefunden, dann können Sie weiterverfahren. Prinzipiell empfiehlt es sich mehrere Methoden miteinander zu kombinieren, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Mit dem Staubsauger gegen Speckkäfer

Sowohl Eier als auch Larven und ausgewachsene Käfer können Sie problemlos mit dem Staubsauger aufsaugen. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Ihr Staubsauger über eine möglichst hohe Saugkraft verfügt. Außerdem sollten Sie beachten, dass Sie wirklich alle Ecken und Ritzen gründlich aussaugen. Danach entfernen Sie den Staubsaugerbeutel und entsorgen Sie diesen sofort.

Die Maßnahme mit dem Staubsauger ist einfach aber zeitaufwändig. Denn Sie müssen die betroffenen Stellen über einen Zeitraum von mindestens 12 Wochen regelmäßig absaugen.

Mit Silikon gegen Speckkäfer

Unter Umständen haben Sie bei Ihnen die Speckkäfer und Larven unter den Dielen oder hinter den Fußbodenleisten eingenistet. In diesem Fall können Sie mit dem Staubsauger nichts ausrichten.

Was Sie allerdings tun können ist, die Fugen. Ritzen und Spalten mit größter Sorgfalt mit Silikon zu verschließen. Dadurch werden die Tiere daran gehindert ihre Verstecke zu verlassen und verhungern so.

Speckkäfer mit Hitze und Kälte bekämpfen

Auch Kissen, Vorhänge und andere Textilien können von dem Befall mit Speckkäfern betroffen sein. In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit die Speckkäfer entweder mit Hitze oder Kälte zu bekämpfen.

  • Die betroffenen Textilien bei Temperaturen von mindestens 60 Grad waschen. Wenn möglich sogar noch heißer.
  • Sind Textilien betroffen, die besonders empfindlich sind und so hohen Temperaturen nicht ausgesetzt werden können, dann besteht die Option diese einzufrieren.
  • Frieren Sie betroffene Textilien ein, dann sollten Sie diese bei einer Temperatur von unter -20 Grad mehrere Stunden, besser einige Tage lang, im Gefrierschrank belassen. So können Sie sicher gehen, dass die Speckkäfer zuverlässig abgetötet werden.

Ist es Ihnen nicht möglich die Käfer selbst zu bekämpfen oder wenn die Speckkäfer immer wieder kommen, dann sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen.

Speckkäfer bekämpfen – So werden Sie die Eindringlinge wieder los