siebenschläfer vertreiben

Siebenschläfer, wohl kaum einer hat sie zu Gesicht bekommen. Und die wenigsten Menschen können mit Sicherheit sagen wie die Tierchen wohl aussehen. Doch wenn sich bei Ihnen ein Siebenschläfer eingenistet hat, dann sehen Sie ihn nicht unbedingt – hören tun Sie ihn dafür umso mehr. Und genau diese Geräuschkulisse sowie die Zerstörung, die der Siebenschläfer hinterlässt, sind die Gründe dafür, warum der Siebenschläfer nun nicht gerade ein willkommener Mitbewohner ist.

Siebenschläfer gehören zur Familie der Schlafmäuse. Alles in allem klingt dies eher niedlich und putzig und so geht man erst einmal nicht davon aus, dass eine Schlafmaus sich zu einem echten Problemfall entwickeln könnte.  Zwar machen die Siebenschläfer ihrem Namen alle Ehre und verschlafen rund sieben Monate vom Jahr. Doch in der restlichen Zeit, nämlich genau in der Gartensaison von April – Oktober, können sich die optisch niedlichen Tiere zu einem echten Problem entwickeln.

Siebenschläfer sind geschützte Tiere

Was das Vertreiben der Siebenschläfer anbelangt, so gestaltet sich dies nicht ganz so einfach. Denn Siebenschläfer sind in der Bundesartschutzverordnung erfasst und gelten hier als besonders geschützte Art.

Haben Sie also aufgrund von Geräuschen, beispielsweise auf dem Dachboden, die Annahme das sich ein Mitbewohner gemütlich gemacht hat, dann gilt es erst einmal festzustellen um welches Tier es sich genau handelt. Schließlich muss es sich nicht immer um einen Siebenschläfer handeln. Auch Mader oder Ratten können eine enorme Geräuschkulisse verantwortlichen.

Mit Hilfe einer Wildkamera können Sie problemlos feststellen wer sich einquartiert hat. Ist es ein Siebenschläfer, dann sollten Sie wissen, dass Sie die Tiere weder töten noch vergiften dürfen. Auch die Umsiedlung der Tiere mit Lebendfallen ist nicht gestattet. Im Falle der Siebenschläfer ist das Gesetz eben so streng wie bei Maulwürfen. Werden Sie bei einem Verstoß erwischt, dann droht Ihnen ein hohes Bußgeld.

Siebenschläfer vertreiben – Warum eigentlich?

Diese Frage stellen vermutlich nur Menschen, die noch nie mit Siebenschläfern -zwangsweise- unter einem Dach gelebt haben. Denn sind die Tiere erst einmal aktiv, dann lassen sie es wortwörtlich richtig krachen. Denn nachdem sie quasi einen XXL-Winterschlaf gehalten haben, leben die Siebenschläfer ein Leben auf der Überholspur.

Das Motto der Siebenschläfer könnte lauten „Alles, aber es muss schnell gehen“. Denn egal ob Nahrungsaufnahme, Weibchen umwerben oder für Nachwuchs zu sorgen. Das alles geht in einem rasanten Tempo. Denn danach wird sich eingekringelt und wieder geschlafen. Wer nun denkt, dass die Aktivitäten doch eigentlich nicht mit so vielen Geräuschen verbunden sein können der irrt. Denn die Kommunikation der Siebenschläfer ist laut und vielschichtig. Von summen über Zähne klappern bis hin zu schnarchen und pfeifen ist hier alles vertreten. Geschieht dies im Garten oder aber im Gartenhaus ist es sicherlich nicht wirklich dramatisch. Doch wenn auf dem Dachboden Action angesagt ist, dann ist es mit der Nachtruhe vorbei und an Schlaf nicht mehr zu denken.

Wie lassen sich Siebenschläfer vertreiben?

Siebenschläfer verfügen über einen ausgesprochen guten Geruchssinn. Und genau diesen können Sie sich zu Nutze machen, wenn es um die Vertreibung der Tiere geht. Sie können nämlich versuchen den Siebenschläfern mit starken Düften den Dachboden zu vermiesen. Hierfür können Sie beispielsweise Mottenkugeln, Möbelpolitur oder auch WC-Duftsteine hernehmen.

Die Kotspuren helfen Ihnen dabei die Ruheplätze der Siebenschläfer auszumachen. Und genau an diesen Plätzen müssen Sie dann auch die Duftstoffe ausbringen. Allerdings genügt es nicht, es bei einer einmaligen Aktion zu belassen. Hier müssen Sie am Ball bleiben und in regelmäßigen Abständen die Duftstoffe ausbringen.

Was ebenfalls gut geeignet ist, um den Siebenschläfern den Spaß zu vermiesen, sind Räucherstäbchen. Bei Räucherstäbchen ist besonders praktisch, dass sich der Geruch von selbst im ganzen Raum verteilt. Allerdings sollten Sie beim Abbrennen der Räucherstäbchen auf eine feuerfeste Unterlage achten.

Lassen Sie die Siebenschläfer erst gar nicht rein

Die wohl beste Alternative ist allerdings, dass Sie von Anfang an dafür sorgen, dass Ihr haus für Siebenschläfer absolut unattraktiv ist.  Ein weiterer positiver Aspekt, wenn Sie Siebenschläfer aussperren ist, dass Sie wohl auch keine Probleme mit Ratten. Mardern oder Wespen bekommen werden.

Dies können Sie damit erreichen, dass Sie Kletterpflanzen von der Hauswand entfernen. Eventuell bestehende Fugen oder Ritzen abdichten und Kamine sowie Belüftungslöcher mit Gitter versehen. Allerdings sollten Sie bei Ihren Bemühungen darauf achten, dass Sie keine Tiere dabei einsperren. Denn insbesondere im Zeitraum von Juni bis September können Jungtiere im Nest sein. Und diese würden ohne das Muttertier elendig verenden. Stellen Sie also unbedingt vorher sicher, dass alle Untermieter ausgezogen sind.

Siebenschläfer vertreiben – Das sollten Sie dabei beachten