maulwurfsgrille bekämpfen

In Ihrem Garten geschehen plötzlich merkwürdige Dinge, und zwar ohne das Sie irgendeinen Verantwortlichen dafür ausmachen können?

In Ihrem sonst so gepflegten Rasen tun sich plötzlich kahle Stellen auf und kaum haben Sie ein Beet wieder in Ordnung gebracht, ist es auch schon wieder verwüstet. Und das alles geschieht quasi wie durch Zauberhand.

Wenn Sie bisher noch keine Idee haben, wer hierfür verantwortlich sein könnte dann können wir Ihnen an dieser Stelle eine Option nennen. Schuld an dieser Misere könnte die Maulwurfsgrille sein. Die 7 – 10 Zentimeter großen Insekten, die auch unter der Bezeichnung Werre bekannt sind, graben nämlich quasi ein unterirdisches Tunnelsystem und fressen dann auch mal gerne die Pflanzenwurzeln. Die eigentliche Nahrung der Maulwurfsgrille stellen zwar Maden, Würmer und andere kleine Lebewesen dar. Doch diese können den Hunger der Grille nur sehr bedingt stillen und daher sind Wurzeln aber auch Radieschen, Karotten und anderes Gemüse, welches unter der Erde wächst, eine willkommene Abwechslung für den durchaus gefräßigen Gartenbewohner.

Befall von Maulwurfsgrillen – Woran lässt er sich erkennen?

Selbstverständlich müssen Sie nun nicht bei jeder angeknabberten Pflanze eine Invasion der Maulwurfsgrille befürchten, schließlich gibt es auch noch andere Tiere die sich gerne an Gemüse, Obst und Co gütlich tun und somit Fraßschäden hinterlassen. Doch gesellen sich zu diesen Schäden noch andere Anzeichen hinzu, dann können Sie ziemlich sicher sein, dass die Maulwurfsgrille dahintersteckt. Um welche Anzeichen es sich hierbei handelt, dies möchten wir Ihnen nachfolgend kurz aufzeigen:

  • Ihr Rasen weißt große Flecken von abgestorbenem Gras auf
  • Erdfrüchte wie beispielsweise Kartoffeln oder Karotten haben Löcher
  • Gemüsebeete die frisch angelegt wurden sind verwüstet; außerdem werden Keimlinge aus der Erde geschoben

Schädling oder Nützling?

Wer sich über die „Verwüstung“ der Maulwurfsgrille ärgert, der wird sich spontan für Schädling entscheiden. Doch im Falle der Maulwurfsgrille ist die Entscheidung gar nicht so einfach. Sicherlich schaut man sich an was die Maulwurfsgrille hinterlässt – nämlich Schäden an den Pflanzen, dann kann man durchaus von Schädling sprechen.

Doch auf der anderen Seite müssen wir der Maulwurfsgrille zugutehalten, dass sie durchaus auch ein sehr nützliches Insekt ist. Denn auf ihrem Speiseplan stehen durchaus Schädlinge die einen noch sehr viel größeren Schaden anrichten, wie zum Beispiel:

  • Engerlinge
  • Schneckeneier
  • Drahtwürmer
  • Schnecken

Maulwurfsgrillen bekämpfen – Auf was Sie achten sollten und welche Möglichkeiten es gibt

Maulwurfsgrillen können unter Umständen immense Fraßschäden anrichten. Ist dies der Fall, dann ist es nicht verwunderlich das Sie als Gartenbesitzer etwas dagegen tun möchten.   Bevor Sie sich allerdings ans Werk machen, möchten wir darauf hinweisen, dass die Maulwurfsgrille auf der Vorwarnliste der Roten Liste vermerkt ist. Das bedeutet, dass die Grille zwar noch nicht direkt vom Aussterben bedroht ist, doch schwinden die Populationen vermehrt.

Zerstören der Bruthöhlen

Eine Möglichkeit zur Bekämpfung der Maulwurfsgrille ist die Zerstörung der Bruthöhlen. Die Lage der Bruthöhlen lassen sich anhand der vertrockneten Rasenstellen bestimmen. Doch um sicher zu gehen, ob sich darunter eine Bruthöhle befindet sollten Sie die Fläche mit einem Stock die Fläche abtasten. Sackt der Stock in die Tiefe, dann können Sie sich sicher sein, dass Sie eine Bruthöhle ausfindig gemacht haben. Diese Stelle müssen Sie dann ausgraben und das Nest mit einem Spaten zerstören. Der geeignete Zeitpunkt für dieses Unterfangen ist im Juni und Juli. Allerdings sollten Sie hier sorgsam vorgehen, denn sowohl die ausgewachsenen Tiere als auch die Larven sind äußerst widerstandsfähig.

Natürliche Feinde anlocken

Das Anlocken von natürlichen Feinden der Maulwurfsgrille ist zwar zeitintensiv, aber auch sehr effektiv. Natürliche Feinde der Maulwurfsgrille sind unter anderem:

  • Hühner
  • Igel
  • Amseln
  • Spitzmäuse
  • Maulwürfe

SC-Nematoden – Eine einfache und wirkungsvolle Methode

Im Internet oder auch im Fachhandel werden sogenannte SC-Nematoden zum Kampf gegen die Maulwurfsgrille angeboten. SC-Nematoden sind winzig kleine Fadenwürmer, die jedoch sehr effektiv im Kampf gegen die Maulwurfsgrille sind. Nicht umsonst kommen die kleinen Helfer auch im professionellen Gemüseanbau zum Einsatz. SC-Nematoden sind vollkommen umweltverträglich und sind außerdem für Menschen und andere Tiere absolut ungefährlich.

So funktioniert die Bekämpfung der Maulwurfsgrille mit den SC-Nematoden

  • Die SC-Nematoden werden in Pulverform gekauft
  • Das erworbene Pulver wird in Wasser aufgelöst
  • Das Wasser, dass mit den Nematoden versetzt wurde wird mit einer Gießkanne morgens und abends in das Tummelsystem gegossen
  • Die betroffenen Stellen müssen für 14 Tage feucht gehalten werden

Nun kommt der Einsatz der Nematoden. Diese warten in den Gängen auf die Maulwurfsgrille. Treffen sie auf eine Grille, dann klettern sie auf sie und dringen über die Atemöffnungen in die Maulwurfsgrille ein. Im Innern geben sie dann bestimmte Bakterien ab, die eine tödliche Wirkung auf die Maulwurfsgrille haben. Nach etwa 2 Wochen stirbt die Maulwurfsgrille.

Möchten Sie SC-nematoden zum Einsatz bringen, dann sollten Sie dies von April bis Anfang Mai tun. Denn in diesem Zeitraum herrschen für die Nematoden die besten klimatischen Voraussetzungen.

Maulwurfsgrille bekämpfen – So gelingt es